Gospelday 2017: Gospel für eine gerechtere Welt

Wer aus tiefstem Herzen „I will follow him“ oder „Amazing Grace“ singt, verbreitet die Gute Nachricht von der Liebe Gottes. Doch Taten sagen mehr als Liedtexte. Mit der Aktion "Gospel für eine gerechtere Welt" setzen hunderte Gospelchöre in ganz Deutschland am 16. September um 12 Uhr ein Zeichen gegen Armut und Ausbeutung. Und "Sing On - der Gospelchor Neuwied" ist mit dabei.

Mittelstraße/Engerser Straße

Der Auftritt des Chores kommt auf die Initiative der Bürgerliste "Ich tu's" zustande. Bei einem der monatlichen Bürgergespräche entstand die Idee dazu, die Innenstadt musikalisch zu beleben. Ursprünglich war der Chorauftritt am Neuwieder Luisenplatz geplant. Der ist aber wegen der vielen Wahlkampfstände bereits belegt. Schnell einigten sich der Chor, die Bürgerliste „Ich tu's!“ und das Ordnungsamt auf die Kreuzung am Engel der Kulturen; das ist die Ecke Mittelstraße/Engerser Straße, also zwischen H&M und Bäckerei Höfer. 

Vorprogramm ab 11.45 Uhr

Ab 11.45 Uhr singt der Chor bekannte Gospelsongs. Pünktlich um 12 Uhr erklingt dann deutschlandweit das Mottolied des diesjährigen Gospeldays „Who cares?“.

Der dänische Komponist Hans Christian Jochimsen komponierte es extra für diesen Tag.

 

Der Chor unter der Leitung von KMD Thomas Schmidt will aber nicht nur über Armut und Ausbeutung informieren. Er sammelt auch Spenden für Entwicklungsprojekte von Brot für die Welt, denn "Gospel für eine gerechtere Welt" ist eine bundesweite Aktion von Brot für die Welt und der Stiftung Creative Kirchen. 

Lange Tradition

Die Aktion wurde auf dem Internationalen Gospelkirchentag 2010 ausgerufen. Seitdem haben sich über 500 Chöre mit Auftritten, Benefizkonzerten und Infoveranstaltungen beteiligt. Bei bisher fünf Gospeldays sangen bis zu 11.000 Sänger auf Marktplätzen und Rathaustreppen, in der Wuppertaler Schwebebahn und vor dem Brandenburger Tor. Jeweils fast 50.000 Zuschauer sahen diese Auftritte, die Berichterstattung in den Medien erreichte Millionenauflage. Für Entwicklungsprojekte in Burkina Faso, Kamerun und Bangladesch konnten 400.000,- € gesammelt werden.