SEPTEMBERWIND

Internationale Orgelwochen in der Marktkirche

Orgelmusik spielt an der Marktkirche eine große Rolle. Schon bei ihrer Eröffnung im Jahr 1884 gab es in der Marktkirche eine Orgel. Das ist außergewöhnlich, denn die meisten Kirchengemeinden haben durch den Neubau einer Kirche zunächst kein Geld mehr für ein Instrument. Die Gemeinde legte also von Anfang an großen Wert auf Orgelmusik.

 

Die Kleuker-Orgel erklingt nicht nur im Gottesdienst, sondern kommt in einer eigenen Konzertreihe besonders zur Geltung:

 

An den vier Montagen im September findet die Konzertreihe „Septemberwind - Internationale Orgelwochen in der Marktkirche“ statt. Immer um 19 Uhr spielen Künstler aus der ganzen Welt ihre originellen Programme. Dabei arbeitet die Marktkirche zusammen mit der Bundesauswahl junger Künstler des Deutschen Musikrates und mit der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION), die regelmäßig die Preisträger ihres Orgelwettbewerbes nach Neuwied sendet.

 

Im Konzertkalender sind die Orgelkonzerte erkennbar am Untertitel „SEPTEMBERWIND - Internationale Orgelwochen in der Marktkirche“. Dort finden Sie auch  genauere Informationen zu den Programmen.

 

Wie bei den Freitagskonzerten ist der Eintritt immer frei.


Die jährliche Orgelkonzertreihe in der Marktkirche bringt im September viermal montags um 19 Uhr abwechslungsreiche Programme. Normalerweise sehen Konzertbesucher einer Kirche die Künstler nicht, denn die spielen auf der Empore hinter dem Publikum. Bei der Konzertreihe „Septemberwind“ wird nun das Spiel der Musiker von einer Kamera auf eine Leinwand im Kirchenschiff übertragen. Man kann also den Organisten auf die Finger schauen.

 

Am 2. September ist es ein bisschen anders, denn dann sehen die Besucher den Stummfilmklassiker „Tartüff“ aus dem Jahr 1925 mit Emil Jannings. Er entstand nach einer Komödie von Molière. Christine Marx, die früher an der Feldkirche in Neuwied tätig war, improvisiert dazu die passende Orgelmusik.

 

Giorgio Parolini aus Italien führt unter dem Motto „Faszination Orgelmusik“ die Reihe am 9. September fort. Er spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Domenico Zipoli und auch die Sonate B-dur von Felix Mendelssohn mit ihrem berühmten Satz „Andante religioso“. Diese Bezeichnung wurde später das Aushängeschild vieler Schnulzenstückchen. 

 

Im dritten Konzert am 16. September kommt zum Orgelklang die menschliche Stimme hinzu. Die Sopranistin Silvia Martinelli und ihr Orgelbegleiter Andrea Trovato, beide aus Italien, führen Werke von Antonio Vivaldi, Joseph Haydn, Theodore Dubois und anderen Komponisten auf. Das Konzert hat den Titel „Salve Regina“.

 

Am 23. September spielt Thomas Schmidt Werke von Johann Sebastian Bach und drei Komponisten der Romantik. Neben Passacaglia und Fuge c-Moll und Fantasie und Fuge g-Moll von Bach erklingen Felix Mendelssohns Sonate II und Max Regers Toccata und Fuge d-Moll/d-Dur. Dazu gesellt sich mit César Franck einer der größten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts mit seinem Choral a-Moll.

 

Bei allen Konzerten ist der Eintritt frei. Am Ausgang wird lediglich um eine Kollekte zur Deckung der Kosten gebeten. Die künstlerische Gesamtleitung hat Kirchenmusikdirektor Thomas Schmidt.