Weihnachtsgruß 2016

Liebe Gemeneinde,

 

das Bild zeigt unser großes Reformationsbanner, das wir am 31. Oktober diesen Jahres genau ein Jahr vor dem großen Reformationsjubiläum an unserer Marktkirche angebracht haben. Doch was hat die Reformation mit Weihnachten gemeinsam? Beides sind Suchbewegungen. Weihnachten und die Reformation sind eine große Suche. So wie der Glaube an sich schon immer eine große Suche war.

Warum ist Weihnachten eine Suche. Weil Weihnachten eigentlich immer wieder neu nach Gott sucht. Wo ist Gott? Und wo finden wir Gott? Das sind die weihnachtlichen Fragen. Das sind die weihnachtlichen Suchbewegungen in unseren Herzen. Wie ist Gott? Und wie finden wir Gott? Das sind alle Jahre wieder die weihnachtlichen Suchbewegungen in unserer Seele.

Weihnachten gibt darauf eine überraschende Antwort: „Gott ist in Bethle-hem!“ Dieser Ortsname symbolisiert, dass Gott ganz anders ist, als man bis dahin glaubte: Nicht groß, sondern klein, kein König, sondern ein Kind, nicht göttlich, sondern menschlich. Diese Aufzählung von überraschenden Gegensätzen ließe sich fortsetzen. In Bethlehem hätte man eigentlich nicht nach Gott gesucht, aber genau da ließ sich Gott finden. Und vielleicht ist es bis heute so, dass Gott da zu finden ist, wo wir ihn nicht vermuten.

Und warum ist die Reformation eine große Suche? Sie war es von Anfang an. Und genau das bedeutet auch das Wort Reformation. Die ursprüngliche Form soll wiederentdeckt und wieder ans Licht gebracht werden. Vor 500 Jahren wollte Martin Luther wieder ans Licht bringen, was die Bibel mit Gott und dem Glauben wirklich meint. Wo ist Gott? Wo finden wir ihn? Das sind nicht nur weihnachtliche Fragen, sondern auch die Fragen der Reformation. Wie ist Gott? Wie finden wir ihn. Das sind die reformatorischen Suchbewegungen unserer Seele und unseres Herzens.

Die Reformation gibt darauf eine überraschende Antwort. Gott ist Gnade und sonst nichts. Mit seinen Thesen, die Luther 1517 veröffentlichte, machte er genau das deutlich: Gott ist Gnade. Das hätte damals kaum einer für möglich gehalten Aber Luther suchte so lange weiter bis er diesen Gott in der Bibel und sozusagen in Bethlehem wiederentdeckte: einen Gott, der vollkommen anders war, als man es damals für möglich hielt.

Und so sind Weihnachten und die Reformation die Suche nach Gott, so wie unser Glaube an sich immer eine Suche nach Gott ist. Und so sind wir im Jahr des Reformationsjubiläums eingeladen: Suche die Reformation deines Glaubens, suche den Ursprung deines Glaubens. Geh zurück bis nach Bethlehem zu dem Ort, wo einmal alles angefangen hat. Und lass dich bei deiner Suche nicht aufhalten, sondern suche immer weiter, bis du wirklich am Ursprung angekommen bist. Und dann schau genau hin, damit du erkennst, wo und was und wie Gott wirklich ist.

Kann sein, dass die Suche länger dauert als ein Weihnachtsfest und das Jubi-läumsjahr der Reformation. Aber Gott lässt sich finden.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Ihr

 

Werner Zupp, Pfarrer

Liebe Gemeinde und Freunde der Marktkirche!

 

Das Jahr 2016 ist bald vorbei. „Gott sei Dank!“ werden sicher einige sagen. Es war ein Jahr des Terrors und der Gewalt in der gesamten Welt. Aleppo, Nizza und Berlin sind Städte, die wir für den Rest unseres Lebens damit verbinden werden. Wie gering sind doch im Vergleich dazu die Herausforderungen, die wir in unserem Presbyterium in diesem Jahr zu bewältigen hatten.
 
Das emotionalste Ereignis war sicher das Kirchenasyl, das wir einer albanischen Familie gewährt haben. Wir haben uns die Entscheidung darüber nicht leicht gemacht. Letztendlich war es aber die richtige Entscheidung. Denn die Familie hätte aufgrund eines Formfehlers gar nicht abgeschoben werden dürfen. Ein Dank gilt an diese Stelle den Menschen, die die Familie in dieser Zeit finanziell und auch persönlich unterstützt haben.

Nicht ganz so emotional, aber dafür sehr zeitaufwendig ist die laufende Restaurierung unseres Kirchendachs. Nach langer Vorlaufzeit fiel im September der Startschuss für die Bauarbeiten. Nachdem das Gerüst stand, konnte mit den Arbeiten an den Balken unter dem Dach begonnen werden. Sah zunächst alles recht gut aus, mussten wir, je weiter wir in die bisher unzugänglichen Regionen unseres Daches vorgedrungen sind, feststellen, dass die Schäden an den Balken doch größer sind, als zunächst vermutet. Ein finanzieller Puffer, den wir bis vor wenigen Wochen noch hatten, hat sich inzwischen merklich verringert. Und wir sind noch nicht am Ende! Dies ist auch der Grund, weshalb wir Sie heute noch einmal herzlich um eine Spende für das Dach Ihrer Marktkirche bitten.

Im Namen des Presbyteriums bedanke ich mich bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen in unserer Gemeinde mit Rat und Tag engagieren. Ohne Sie wären die meisten Angebote und Projekte  nicht möglich. Bedanken möchten wir uns aber auch bei den Menschen, die zu uns in die Gottesdienste, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und zu sonstigen Angeboten kommen. Für Sie machen wir unsere Arbeit. Herzlichen Dank, dass Sie da sind und uns mit Ihrem Kommen eine positive Rückmeldung geben.

Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und für 2017 Gesundheit, Erfolg, Glück, Zufriedenheit, Gottes Segen und vor allem Frieden.

Ihr

 

Uwe Selzer, Stellv. Vorsitzender des Presbyteriums

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Weihnachtsgruß 2016
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Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende!

Die Arbeit mit Flüchtlingen und Asylsuchenden

 

In dem wöchentlich stattfinden Welcome-Café möchten wir auch weiterhin Flüchtlingen und Asylsuchenden einen Anlaufpunkt bieten und den Kontakt zu Einheimischen herstellen. Auch möchten wir gezielt einzelne Fördermaßnah-men wie z. B. Sprachkurse finanziell unterstützen.

Die Sanierung unseres Kirchendachs

 

Die Gesamtkosten für rund 1.000 Quadratmeter Schiefer sowie eine Restaurie-rung der Balkenkonstruktion belaufen sich auf mindestens 620.000 €. Zusätzli-che Schäden an den Balken werden die Kosten möglicherweise weiter erhöhen. Zur Deckung der Kosten ist die Kirchengemeinde dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Unterstützen Sie die Sanierung des Daches Ihrer Marktkirche mit einer Spende oder dem Kauf eines Schirmes (20,00 €) oder einer Laptoptasche (25,00 €). Beide Artikel sind im Cafè Auszeit und im Gemeindebüro erhältlich.

Spendenkonto für beide Aktionen:
Kreiskirchliches Rentamt, KD Bank,
Stichworte: Flüchtlingsarbeit Marktkirche oder Dach Marktkirche
IBAN: DE15 3506 0190 1010 6530 17. BIC: GENODED1DKD