Das könnte Sie
auch interessieren:

Uraufführung der "Deutschen Vesper"
Und das schrieb
die Presse...
Fotos vom Konzert






ACHTUNG!
Sie befinden sich auf den alten Seiten "Musik in der Marktkirche Neuwied". Diese Inhalte bleiben noch einige Zeit erhalten, werden aber nicht weiter aktualisiert.

Um aktuelle Informationen über die Marktkirche in Neuwied zu erhalten, besuchen Sie bitte die neue Homepage.


Klicken Sie hier: Neue Homepage "Marktkirche Neuwied"





 

 

 

Erläuterungen zur "Deutschen Vesper" von Günter Gruschwitz

(Uraufführung in der Marktkirche Neuwied am 2. Mai 2004)

Günter Gruschwitz, der gebürtige Neuwieder Komponist, schrieb seine "Deutsche Vesper" unter dem Eindruck der "Marienvesper" von Claudio Monteverdi. Der musikalische Ausdruck ist gemäßigt modern. Das Werk ist formal sogar stark an alter Musik ausgerichtet. Melodisch liegt ihm die Gregorianik zugrunde.

Als Kirchenmusiker wirkte Gruschwitz in Düsseldorf, bevor es ihn wieder in seine Heimatstadt Neuwied verschlug. Als Kantor an der Marktkirche machte er sich schnell durch zahlreiche Orgelkonzerte, Oratorienkonzerte und auch Aufführungen eigener Werke einen Namen. 1978 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Die Stadt Neuwied würdigte ihn 1999 mit der Verleihung des "Kulturpreises der Stadt Neuwied". Seit 1993 ist er im Ruhestand, widmet sich aber weiterhin der Komposition.

Der Komponist widmete seine "Deutsche Vesper" den Freunden der "Kirchlichen Arbeit Alpirsbach" (Schwarzwald). Diese hat zum Ziel, Anbetung und Fürbitte in der evangelischen Kirche neu zu beleben. 1933 entdeckte man im Chorgebet einen der evangelischen Kirche verlorengegangenen Schatz und im Gregorianischen Choral eine großartige musikalische Formenwelt, die für die evangelische Liturgie wiedergewonnen werden sollte. Friedrich Buchholz, Richard Gölz, Rudolf Alexander Schröder und Karl Rahner sind Persönlichkeiten, die die "Kirchliche Arbeit Alpirsbach" entscheidend geprägt haben. Durch letzteren lernte Gruschwitz die KAA kennen und nahm seit 1953 an insgesamt 15 Gregorianischen Wochen teil.

Die "Deutsche Vesper" hat die "Vesper am Sonntag" aus dem "Alpirsbacher Antiphonale" zur Grundlage. In ihr sind die Psalmen 110 - 113, das Responsorium, der Hymnus und das Magnificat musikalisch verarbeitet. Im Jahr 2003 fand unter der Leitung von Kantor Ulrich Weissert eine leicht gekürzte Aufführung des Werkes in Alpirsbach statt.

Das Werk ist aber ebenso der Ökumenischen Chorarbeit in Neuwied gewidmet, der Heimatstadt des Komponisten. Heute findet in der Marktkirche - der früheren Wirkungsstätte des Komponisten als Kirchenmusiker - die ungekürzte Uraufführung statt. Der ökumenische Charakter kommt dabei durch die überkonfessionelle Zusammensetzung aller Mitwirkenden zum Ausdruck. Gerade in Neuwied, einer Stadt, die sich schon sehr früh der Religionsfreiheit verpflichtet hat, ist die kirchenmusikalische Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg stark ausgeprägt. Chöre, Organistinnen und Organisten, Kantorinnen und Kantoren arbeiten eng und freundschaftlich zusammen. Auch am heutigen Abend soll das mit der Aufführung von Gruschwitz' "Deutscher Vesper" zum Ausdruck kommen.
Thomas Schmidt




Letzte Aktualisierung: 30.12.2005 *  © Musik in der Marktkirche Neuwied 1997 - 2005
Kreiskantor Thomas Schmidt * Reckstr. 54, 56564 Neuwied * Fon: (02631) 32886 - Fax: (02631) 32885
eMail:

Evgl. Marktkirche Neuwied * Pfarrer Werner Mörchen-Str. 1, 56564 Neuwied * Fon: (02631) 23282 - Fax: (02631) 352757
eMail: