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Mit der "Missa brevis" auf Tournee

Neuwieder Konzertchor begeisterte in Bergisch-Gladbach und im Altenberger Dom

Neuwied. Der Neuwieder  Konzertchor war auf Wochenend-Tournee: An zwei Tagen gab er in Bergisch-Gladbach und im Altenberger Dom Konzerte mit der "Missa brevis" des Kölner Komponisten Michael Villmow.
 
Im vorigen Jahr hatte der Neuwieder Konzertchor die „Missa brevis“ in der Marktkirche uraufgeführt. Jetzt gingen die Sänger mit diesem Werk über die Grenzen der Region hinaus und sang es in der Kirche St. Nikolaus (Bensberg bei Bergisch Gladbach) und im Altenberger Dom, dem sogenannten „bergischen Dom“ bei Odenthal.
 
Das Musikerduo Gunther Tiedemann (Violoncello) und Michael Villmow (Saxophon) übernahm den instrumentalen Anteil der Konzerte. Es begann ganz klassisch mit der Suite Nr. 1 G-dur für Violoncello solo. Zu Tiedemanns Cellospiel gesellte sich Villmow mit verhaltenen Improvisationen auf seinem Saxophon. Der Cellist wechselte zwischendurch an die Orgel.

Der Neuwieder Konzertchor im Altenberger Dom






















Anschließend erklang die „Missa brevis“ für Chor, Saxophon und Violoncello. Das von Melodien der Gregorianik inspirierte Werk enthält viele melodisch-meditative Elemente, aber auch schwungvolle und mitreißende Abschnitte. Gunther Tiedemann und Michael Villmow, der Komponist dieses Werkes, begleiteten den Chor unter der Leitung von Kreiskantor Thomas Schmidt. Außerdem führte der Chor ein Arrangement von Johann Sebastian Bachs weltberühmten Kantatensatz „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ auf, bei dem die beiden Instrumentalisten ein ganzes Orchester ersetzen mußten, dabei aber auch Freiraum für eigene Improvisationen hatten.
 
Der Kontakt zum Altenberger Dom kam übrigens dadurch zustande, weil Thomas Schmidt, der Leiter des Neuwieder Konzertchores, mit dem Domorganisten KMD Andreas Meisner seit gemeinsamen Studienzeiten befreudnet ist.
 
Beide Aufführungen waren in ein Konzertwochenende mit Übernachtung eingebunden. Nach dem lang anhaltenenden Beifall im gut besetzten Altenberger Dom gönnte sich der Chor noch eine kräftige Stärkung mit einer bergischen Kaffeetafel, bevor er wieder die Heimreise nach Neuwied antrat.
 
Rhein-Zeitung, Neuwied, 30.9.2008
 
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