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Studientag für nebenamtliche Kirchenmusiker

Quer durch den Notenschrank III

Samstag, 17. September 2005
10 - 17 Uhr
Marktkirche, Orgelempore

Referent: Prof. Dr. Gustav Adolf Krieg

Gustav Adolf Krieg

Prof. Dr. G.A. Krieg an der Kleuker-Orgel der Marktkirche

Der Studientag bietet einen Streifzug durch unbekannte, aber lohnende Orgelliteratur aus fünf Jahrhunderten. Die Teilnehmenden erhalten vielfältige Anregungen anhand von Notenmaterial und Klangbeispielen am Instrument.

Erwünscht ist eine Bereicherung des Angebots durch das Vorstellen persönlicher "Hits" der Teilnehmenden.

Teilnehmerbeitrag: 10 Euro (am Ort zu entrichten)


Anmeldung bis drei Wochen vorher an:

Landeskirchenamt der EKiR
Dezernat Kirchenmusik

Hans-Böckler-Str. 7, 40476 Düsseldorf
oder:
Postfach 30 03 39, 40403 Düsseldorf


Grundkurs Dirigieren


In einem Grundkurs über acht Lektionen werden die Teilnehmer in die Praxis der Chorleitung eingeführt. Dabei geht es in erster Linie um das technische Handwerkszeug eines Drigenten: Die Schlagtechnik. Aber auch die Analyse eines Chorsatzes und dessen praktische Einrichtung für die Chorprobe wird erlernt. Wie sich die Körpersprache eines Chorleiters auf den Chor und das zu probende Werk auswirkt, wie man einen Ton auch ohne Stimmpfeife oder Klavier angeben kann, wie man eine Werk mit dem Chor erarbeitet, welche Unterschiede es in der Leitung von Chören oder Instrumentalgruppen gibt, wann man einen Taktstock braucht…. all das wird in diesem Grundkurs ebenfalls besprochen und trainiert.

Am Ende des Kurses besteht die Möglichkeit, die Prüfung „Befähigungsnachweis für nebenamtliche Kirchenmusiker“ abzulegen. Wer diese Prüfung anstrebt, kann zusätzlich zwei Seminarabende (Termine nach Absprache) zum Thema „Liturgik und Hymnologie“ besuchen.

Lernziele:

  • Taktfiguren
  • Einsätze
  • Abschlag (bei Ende, Übergängen, Fermaten)
  • Tempowechsel
  • Unabhängigkeit der Hände
  • Tonangeben mit der Stimmgabel
  • Erarbeitung einer Partitur
  • Probentechnik

Kursleiter:
Thomas Schmidt ist A-Kirchenmusiker und ausgebildeter Kapellmeister. Er studierte an der Musikhochschule Köln (Chorleitung bei Henning Frederichs) und an der Hochschule der Künste Berlin (Dirigieren bei Hans M. Rabenstein). An der Kölner Musikhochschule hatte er von 1997 - 1999 einen Lehrauftrag für Dirigieren im Rahmen der Kirchemusikstudiengänge (als Professur-Vakanzvrtretung). Schmidt ist Kantor an der Marktkirche Neuwied und Kreiskantor des Kirchenkreises Wied. Regelmäßige Chorkonzerte gibt er mit dem Kammerchor „Cappella Vocale Neuwied“ und dem „Neuwieder Konzertchor“.

Termine 2005:
Dienstags, 18.30 - 19.30 Uhr
Gemeindehaus an der
Marktkirche Neuwied

13. + 27. Sept.
11. + 25. Okt.
8. + 22. + 29. Nov.
13. Dezember
Mi, 14. Dez.: Prüfung
Befähigunsnachweis (fakultativ)

Anmeldung bei


Pressebericht:

Crash-Kurs in Schlagtechnik

Dirigierschüler schlossen ihren Kurs erfolgreich ab

Gleich fünf angehende Chorleiterinnen und ein Chorleiter konnten am 14. Dezember einen Grundkurs im Fach "Dirigieren" mit einer kirchenmusikalischen Prüfung erfolgreich beenden. Dabei wurde aber nicht nur die Technik des Dirigierens geprüft, sondern auch die Art und Weise der Vermittlung eines Chorwerkes und das Einsingen des Chores. Denn so wie sich Sportler vor dem eigentlichen Wettkampf warm machen, muß auch ein Chor vor der Probe oder der Aufführung zunächst stimmliche Dehnungs- und Aufwärmübungen absolvieren.

"Warum eigentlich immer nur Orgelseminare?" fragte sich Kreiskantor Thomas Schmidt und bot für den Kirchenkreis Wied erstmalig einen dreimonatigen Kurs an, in dem die Leitung eines Chores gelernt werden sollte. Dazu gehörte neben der Analyse einer Partitur auch das Anlegen einer Dirigierstimme - aber in erster Linie das Handwerkszeug eines Dirigenten: die Schlagtechnik. Schmidt hatte nach dem Kirchenmusikstudium noch ein zweites Studium zum Orchesterdirigenten absolviert. Und als Lehrbeauftragter für Dirigieren an der Kölner Musikhochschule konnte er eigene Erfahrungen als Dirigierlehrer sammeln.

Da man Dirigieren nicht aus Büchern lernen kann, bildeten im neuen "Grundkurs Dirigieren" die Teilnehmer selbst einen kleinen Chor, den dann jeweils ein Teilnehmer dirigieren konnte. Zunächst mußten alle Kursmitglieder aber Trockenübungen machen und dabei wechselnde Taktfiguren schlagen, Einsätze an nicht vorhandene Trompeten geben, Tempowechsel gestalten und vieles mehr. Am schwierigsten fanden die Kursteilnehmer es, wenn die Hände unterschiedliche Dinge tun sollten: Die rechte Hand sollte eine klare Taktfigur schlagen, während die linke ein gleichmäßiges Ansteigen oder Abnehmen der Lautstärke anzeigen sollte, aber ohne dabei im Takt der rechten Hand mitzuwippen.

Am 14. Dezember stellte sich der Neuwieder Konzertchor als Prüfungschor zur Verfügung. Und nun mußten die Kursteilnehmer zeigen, was sie gelernt hatten. Jeder durfte ein modernes Stück eigener Wahl einstudieren, mußte dann aber mit dem Chor ein anspruchsvolles Prüfungsstück erarbeiten.

Den fünf Damen und dem einen Herrn gelang dies mit Bravour: Anette Dach (Koblenz), Gabi Eutebach (Selters), Heinz-Otto Groh (Neuwied), Cornelia Kroes (Neuwied), Maritta Thalwitzer (Andernach) und Svetlana Winnekes (Linz) erlangten dadurch den "Befähigungsnachweis als nebenamtliche Chorleiter" - sozusagen das "Gütesiegel" der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der praktischen Chorleitungsprüfung ging noch ein theoretischer Teil voraus; denn auch auf den Gebieten Kirchenjahr, Gottesdienstkunde und Gesangbuchkunde mußten sich die Prüflinge auf den Zahn fühlen lassen. Als Prüfer wirkten neben Thomas Schmidt die Kantorinnen Hildegard Schaefer-Breit (Neuwied, Friedenskirchengemeinde) und Maria Schemm (Koblenz, Christus- und Florinskirche) mit.

 




Letzte Aktualisierung: 30.12.2005 *  © Musik in der Marktkirche Neuwied 1997 - 2005
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