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Und das schrieb am 15.4.2005 die Rhein-Zeitung zum Konzert "Liebe und Leidenschaft in der Bibel" am 10.4.05 mit Christiana Jordan (Sopran) und Thomas Schmidt (Orgel): Einfühlsam und sehnsuchtsvoll das Lied der Liebe gesungenUngewöhnliches Konzert begeisterte die Besucher in der MarktkircheNEUWIED. Nachdem in den letzten Wochen die biblische Passionsgeschichte musikalisch eingehend beleuchtet wurde, stellte Kreiskantor Thomas Schmidt eine andere Facette des Bibeltextes in den Mittelpunkt eines Konzertes in der Marktkirche: "Liebe und Leidenschaft in der Bibel - Das Hohelied der Liebe": Passend zum Frühlingsmarkt auf dem Marktplatz vor der Kirche. Vertonte Liebesgedichte aus der Bibel aus dem "Hohelied Salomons": Die Geschichte von Braut und Bräutigam ist seit jeher auch ein sehr gängiges Bild für Christus und die Kirche. Die Eckpunkte des Programmes bildeten dabei zwei reich verzierte barocke Kantaten für Sopran und Orgel von Antonio Caldara ("Komm, Geliebter") und Nicola Porpora ("Wachet, ihr meine Augen"). Da war vom ersten Ton an die strahlend-schöne Sopranstimme der versierten Konzertsängerin Christiana Jordan im Raum. Sie füllte das zu nachmittäglicher Stunde bereits recht gut besetzte Kirchenschiff, meisterte dabei mühelos die verzwickten Koloraturen, deutete den hochemotionalen Liebestext bis hinein in ein jubelndes Schluß-Alleluja. Die beiden mittleren frühbarocken Vertonungen von Alessandro Grandi und Claudio Monteverdi, 100 Jahre früher entstanden auf den Text "O wie schön bist du, meine Freundin") waren melodisch gradliniger angelegt, eine unmittelbare Tonumsetzung des Wortes, so auch interpretiert von Christiana Jordan. Sehnsuchtsvolle biblische Liebestexte im "Wettstreit" von Stimme und Orgel: Thomas Schmidt am Orgelpositiv begleitete geschmeidig, gefühlvoll, unaufdringlich, sehr schön der wunderbaren Sopranstimme von Christiana Jordan nachspürend. Vier passende Solowerke an der großen Kleuker-Orgel brachte Thomas Schmidt da-rüber hinaus in das Programm ein. Es waren die zwei feierlichen Präludien, die Fanny Mendelssohn 1829 selbst zum Eingang und Ausgang ihres eigenen Hochzeits-Gottesdienstes mit dem Maler Wilhelm Hensel komponiert hatte. Eine Brücke zu den Gesangswerken des Programmes bildeten zwei eher stille Orgelstücke. Da war die innige Canzonetta von Max Reger und das sanfte, gesangliche Andante cantabile aus der Orgelsymphonie Nr. 4 von Charles-Marie Widor. Thomas Schmidt ließ dabei die Orgeltöne glitzern. Mit ihrem langen Beifall für ein ungewöhnliches Konzerterlebnis und die kongeniale Leistung der beiden Künstler erklatschen die Zuhörer eine Zugabe aus Porpora's "Vigilate": "Mein Bräutigam ist auf dem Weg zu mir...". Herbert Kutscher
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