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Und das schrieb am 6.4.2005 die Rhein-Zeitung zum Passionskonzert mit Ulrich Schütte und seinen Gesangsstudenten: (18.3.): "Mein Gott, warum hast du mich verlassen ..."Gelungenes Passionskonzert mit Werken von Heinrich Schütz - Ältestetes deutsches Requiem - Ensemble bemerkenswertNEUWIED. Durch mehrere konzertante Auftritte in Neuwied bestens bekannt, hatte Bassist Ulrich Schütte kürzlich Instrumentalisten und Studenten seiner Gesangsklasse an der Musikhochschule Köln zu einem gelungenen Passionskonzert mit in die Marktkirche Neuwied gebracht. Allesamt schöne, wohlgeformte junge Stimmen, die sich wunderbar weich über den Instrumentalisten (Katharina von Nahmen, Violine, David Schütte, Violoncello und Christoph Schürmann, Orgelpositiv) entfalten. Als musikalischen Einstieg erklangen zwei Werke von Heinrich Schütz, an dessen 420. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr denkt. Zunächst hörte man "Die Sieben Wortte unseres lieben Erlöseres und Seeligmachers Jesu Christi", eigentlich ein Oratorium auf der Basis verschiedener Evangelientexte, bei dem Schütz fast 100 Jahre vor Bach's großen Passionen mit den ausgeprägten musikalischen Ausdrucksmitteln seiner Zeit eindringlich das Geschehen auf Golgatha beschreibt. Eingebettet in chorischen Introitus und Conclusio ("zum ewigen Leben") und zwei instrumentale Symphonia stehen im Mittelpunkt die "Sieben Worte", wobei Ulrich Schütte die Christus-Worte mit großer Empfindung vorträgt ("Mein Gott, warum hast du mich verlassen", "Es ist vollbracht"). Die jungen Sänger (Heike Schumacher/Sopran, Katharina Georg/Alt, Oliver Müllenberg/Tenor, Magnus Piontek/Bass) formen einen vorbildlichen chorischen Gleichklang (Er neigte sein Haupt und gab seinen Geist auf), besetzen aber auch alternierend die Soli-Stellen. Die 1636 entstandenen "Musikalischen Exequien", deren erster Teil erklingt, von Schütz selbst als "Concert in Form einer teutschen Begräbnis-Missa" deklariert, sind eine kirchliche Trauermusik mit deutschem Text, quasi das älteste "Deutsche Requiem". Auch hier hört man den wohlgeformten Chorklang, wobei Katharina von Nahmen von der Geige zu den Sängerinnen wechselt, sanft begleitet von Violoncello und Orgelpositiv. Zwei anspruchsvolle und für diese alte Musik überraschend frisch klingenden Werke des als Komponisten lange verkannten Heinrich Schütz, boten einen ausgesprochenen Hörgenuss. Schade nur, dass nicht noch mehr Zuhörer die wirklich bemerkenswerte Ensembleleistung der jungen Künstler und ihres Mentors Ulrich Schütte in der Marktkirche beklatschen konnten. Die anwesenden Gäste taten dies jedenfalls dankbar und auch ausgiebig, so, wie es der musikalische Nachwuchs auch verdient hat. Herbert Kutscher |
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