Ausdrucksstark und voller Emotionen
Glanzvolles Konzert der Chorgemeinschaft Neuwied - St. Petersburger Orchester
überzeugte
NEUWIED. Barocke Lobgesänge bescherten den Zuhörern ein festliches
Erlebnis in der Marktkirche Neuwied. Das jährliche Chorprojekt des
Kirchenkreises Wied und der Marktkirche garantierte den 400 Gästen
auch in diesem Jahr genussvolle Stunden.
Unter der künstlerischen Leitung von Kreiskantor Thomas Schmidt
trug die Chorgemeinschaft Neuwied zusammen mit der Russischen Kammerphilharmonie
St. Petersburg Händels "Dettinger Te Deum", Bachs "Ouvertüre
Nr. 3 D-Dur" mit zärtlich ergreifendem "Air" und das
"Magnificat D-Dur" vor. Und das Publikum durfte eine wirklich
gelungene Symbiose der russischen Musiker, der Solisten und des Neuwieder
Chores erleben.

Foto: Rhein-Zeitung Neuwied
Keinen der Künstler dieses Abends darf man vergessen - alle boten
eine außerordentliche Leistung in Technik wie auch in der emotionalen
Umsetzung der Werke. Ohne Ausnahme bewiesen die Solisten Klasse, in ihren
Soli wie im Duett oder Terzett: gefühlvoll die Sopranistinnen Julia
Lippmann und Ursula Rittel, ausdrucksstark Tenor Rudolf Nattermann und
Bernd Kämpf (Bass), sehr gefühlvoll Mechthild Palberg (Alt).
Am Orgelpositiv glänzte Karsten Lüdtke. Punktgenau führte
Kreiskantor und Kapellmeister Thomas Schmidt die Musiker durch das Konzert.
Und die Chorgemeinschaft brillierte nicht nur beim temporeichen Magnificat
mit komplizierten, verflochtenen Einsätzen.
Für einen strahlenden und hoheitlichen Rahmen sorgten die Musiker
aus St. Petersburg, die schon im vergangenen Jahr für eine gelungene
Aufführung von Mozarts "Requiem" gesorgt hatten. Das Neuwieder
Publikum weiß nach diesem Abend, warum die russischen Musiker international
einen hervorragenden Ruf genießen.
Elke-Maria Buchen
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