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Posaunenchor-GeschichteAus der Geschichte des Posaunenchores Neuwied-NiederbieberDer Posaunenchor Niederbieber wurde am 31. Juli 1949 gegründet. An diesem Tag fand in Rengsdorf der Kreisposaunentag statt. Pfarrer Fritz Bachmann, Reichsobmann des Posaunenchores der EKD, hielt die Festpredigt und übernahm auch die Chorleitung in Zusammenarbeit mit Walter Mackscheidt, Mülheim/Ruhr, LPW im Rheinland. An diesem Tag gaben die Bläser Oskar Huth, Rudolf Huth und Alfred Höbel ganz spontan LPW Walter Mackscheidt und Pfarrer Fritz Bachmann die Gründung des Posaunenchores Niederbieber bekannt. Die drei jungen Bläser, aus dem Krieg und der Gefangenschaft zurückgekehrt, hatten sich vorgenommen, in der Gemeinde mitzuwirken, sich in den Dienst der Gemeinde zu stellen und das ist ihnen, wie man im Nachhinein feststellen kann, auch mit Gottes Hilfe gelungen. Der Aufbau des Chores ging ziemlich zügig voran. Es fand Anfänger-Unterricht statt und LPW Walter Mackscheidt kam nach Niederbieber und hielt Schulungswochen ab. Rudolf Huth nahm an einem Chorleiter - Lehrgang teil und wurde dann unser Chorleiter. Instrumente mußten beschafft werden, die wir sehr preisgünstig aus der ehemaligen DDR bezogen. Auch andere Chöre im Bezirk Wied versorgten wir mit diesen Instrumenten (Trompeten 80,-- bis 90,-- DM). Von einer Familie aus der Gemeinde wurde uns eine Trompete geschenkt. Der Organist der katholischen Kirchengemeinde stellte uns sein Helikon zur Verfügung, das wir später sehr preisgünstig durch Kauf erwarben. Nach einigen Jahren schenkte der damalige Präses der Rheinischen Kirche, Held, der Gemeinde für den Posaunenchor eine Tuba. Für dieses Instrument, das dem Chor angepaßt war (10 - 12 Bläser), hatten wir einen guten Bläser. Zu einem späteren Zeitpunkt fand in Koblenz ein Festgottesdienst zum Reformationstag statt, der vom Rundfunk übertragen wurde. Die Festpredigt hielt Präses Held. Unser Chor hat diesen Gottesdienst im Zusammenwirken mit dem Posaunenchor Koblenz mitgestaltet, unsere Tuba war dabei! Im Zusammenhang mit dem Aufbau des Chores wurden alle großen Firmen (Industrie) im Umkreis von Neuwied angeschrieben und so gingen Spenden ein, die es uns ermöglichten , Instrumente anzuschaffen. 1950 und 1954 fanden die Kreisposaunentage in Niederbieber statt, jeweils unter Mitwirkung von Pfr. Bachmann und Walter Mackscheidt. Diese Posaunentage waren immer ein besonderes Erlebnis. Weitere Posaunentage fanden in Dierdorf, Urbach, Puderbach und Neuwied statt. Unser Chor nahm am Kirchentag 1950 in Essen, am Landesposaunentag 1954 in Hamm/Westf. und am Deutschen Ev. Posaunentag in Dortmund 1956 aus Anlaß des 100. Geburtstages von D. Johannes Kuhlo teil. 6000 Bläser und 20000 Zuhörer kamen in der Westfalenhalle zusammen. Für mich und alle Bläser, die teilgenommen hatten, war der Posaunentag in Dortmund ein ganz besonderes Erlebnis, was stets in Erinnerung bleibt. Der Gottesdienst wurde im Rundfunk übertragen, was die Techniker zunächst
nicht für möglich gehalten hatten.
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