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Abschied von Neuwied mit
einem lachenden und einem weinenden Auge



Seit dem 1. Juni 2001 arbeite ich nun im Dekanat Darmstadt. Dort bin ich für zwei Altenheime als Seelsorgerin zuständig und darüber hinaus im Dekanat für bestimmte Projekte in der Altenseelsorge. Das ist für mich zunächst ein Grund zur Freude, denn es bedeutet, dass ich mit meinem Mann und seinen Kindern bald zusammen wohnen werde. Da die Stellensituation für Pfarrer und Pfarrerinnen noch immer eng ist, nehme ich diese für mich so günstige Stelle als eine glückliche Fügung an.

Das alles bedeutet aber leider auch, dass ich nun Abschied von der Gemeinde und Neuwied nehmen muß. Das tut weh, denn ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Als ich vor 6 Jahren nach Neuwied kam, sind mein Sohn und ich von der Gemeinde freundlich aufgenommen worden. Die Zusammenarbeit mit meinem Kollegen Werner Zupp war von Anfang an vertrauensvoll und freundschaftlich. Auch bei einer manchmal theologisch anderen Akzentsetzung konnten wir gut an einem Strang ziehen.

 

Viel Freude und gutes Miteinander

Es hat Freude gemacht, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln und umzusetzen. Gern denke ich an die Auszeitgottesdienste, das Kirchencafe, die Ausstellungen und Aktionen rund um die Bibel, die ökumenischen Kinderbibeltage und den Stadtkirchentag zurück. Dazu hat auch das gute Miteinander mit dem Kantor Thomas Schmidt viel beigetragen. Hilfreiche Unterstützung gab es auch durch die Küsterin Frau Faust, durch Frau Probst und ihre Nachfolgerin Frau Köhler im Gemeindeamt. Vor allem hat mir der besonders gute Teamgeist in der Gemeinde zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden gefallen.

Gemeindeglieder mit Engagement

Ich habe viele Gemeindeglieder kennengelernt, die sich mit Liebe, viel Erfahrung und großem Engagement für die Gemeinde einsetzen.
Das war für mich ermutigend, auch auf diese Weise Gemeinschaft im Glauben zu erfahren: Im Presbyterium mit seinen Ausschüssen, im Kindergottesdienstkreis, in der Frauenhilfe, im Besuchsdienst, im ökumenischen Friedensgebet, im Gesprächskreis, im Bibelkreis und im Kindergarten. Auch viele der persönlichen und seelsorgerlichen Gespräche waren für mich eine große Bereicherung, ebenso die erfreulich gute und vielfältige ökumenische Zusammenarbeit mit der Herrnhuter Brüdergemeine und den katholischen Gemeinden St. Matthias und Heilig Kreuz.

 

Offene Gemeinde

Ich habe eine Gemeinde kennengelernt, die bei aller Liebe zur Tradition viel Offenheit und Bereitschaft mitbringt, sich auf die notwendigen neuen Wege in der Gemeindearbeit und Verkündigung einzulassen. Das hat mein Bild von Gemeinde sehr positiv verändert und erweitert.
Viele gute und persönliche Beziehungen auch über den Beruf hinaus sind entstanden. Besonders wichtig war für mich natürlich, dass ich meinen jetzigen Ehemann hier kennengelernt habe und ein neues privates Glück gefunden habe.
So sind aus den ursprünglich 3 geplanten Jahren nun 6 Jahre Dienst und Leben in Neuwied geworden.


Dank für alles

Für diese Zeit bin ich sehr dankbar und möchte hier auch allen herzlich danken, die mich mit Rat und Tat, Anfragen und freundli-cher Kritik, Gebet und Wohlwollen begleitet und unterstützt haben. Kurzum: Danke an alle, die es mir jetzt schwer machen, aus Neuwied wegzugehen.
In herzlicher Verbundenheit grüße ich Sie und verabschiede mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge!
Britta Tembe


 

Ich denke, ich spreche für viele Gemeindeglieder, wenn ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Frau Tembe bedanke.

Es war eine gute Zeit, die wir miteinander erleben durften, geprägt von einem geschwisterlichen Miteinander. In diesen vergange-nen 6 Jahren hat Frau Tembe auch ihre ganz eigenen Impulse in die Gemeinde mit hinein gebracht und gerade auch dadurch viele Menschen den Weg in die Kirche neu eröffnet. Dies wurde auch durch die vielen Menschen, die bei ihrer Verabschiedung da-bei waren, deutlich. Für ihre berufliche Zu-kunft und für ihre Familie wünsche ich Frau Tembe auch im Namen aller Gemeindeglieder alles Gute und Gottes Segen.
Werner Zupp

 

 


 




Letzte Aktualisierung: 30.12.2005 *  © Musik in der Marktkirche Neuwied 1997 - 2005
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